Administratoren sollten stets über aktuelle Backups verfügen. Dieses Prinzip gilt für alle virtuellen Umgebungen, unabhängig davon, welcher Hypervisor (VMware vSphere, Microsoft Hyper-V oder andere) zum Einsatz kommt: Backups sind unverzichtbar!

Eine allzeit gültige Regel, mit der Sie in beliebigen Ausfallszenarios vor Datenverlust geschützt sind, ist die 3-2-1-Regel der Datensicherung. Sie liefert zugleich auch die Antwort auf zwei wichtige Fragen: Wie viele Backup-Dateien sollten erstellt und wo sollten diese aufbewahrt werden?

Die 3-2-1-Regel wurde von dem bekannten Fotografen Peter Krogh geprägt, demzufolge es zwei Gruppen von Menschen gibt: Menschen, die bereits von einem Speicherausfall betroffen waren, und Menschen, denen ein solcher Ausfall noch bevorsteht. Die 3-2-1-Regel der Datensicherung besagt:

  • Es sollten mindestens drei Kopien Ihrer Daten vorhanden sein.
  • Speichern Sie die Kopien auf zwei unterschiedlichen Medien.
  • Bewahren Sie eine Backup-Kopie an einem externen Speicherort

3-2-1(1)
Im Folgenden werden die Grundprinzipien dieser Regel näher erläutert.

1. Mindestens drei Kopien von Daten

Drei Kopien bedeutet, dass zusätzlich zu den primären Daten mindestens zwei weitere Backups vorhanden sein sollten. Doch warum reicht ein Backup nicht aus? Stellen Sie sich einfach vor, Sie bewahren die Originaldaten auf Gerät 1 und das Backup auf Gerät 2 auf. Beide Geräte haben dieselben Eigenschaften und fallen statistisch gesehen unabhängig voneinander (d. h. aus unterschiedlichen Gründen) aus. Wenn die Ausfallwahrscheinlichkeit für Gerät 1 (und auch für Gerät 2) bei 1/100 liegt, berechnet sich die Wahrscheinlichkeit, dass beide Geräte gleichzeitig ausfallen, wie folgt:

1/100 * 1/100 = 1/10.000

Wenn Sie nun Ihre primären Daten auf Gerät 1 und zwei Backups auf den Geräten 2 und 3 speichern und alle Geräte dieselben Eigenschaften haben, jedoch nicht aus denselben Gründen ausfallen, beträgt die Wahrscheinlichkeit eines gleichzeitigen Ausfalls aller drei Geräte demnach:

1/100 * 1/100 * 1/100 = 1/1.000.000

Wenn Sie mehrere Kopien Ihrer Daten aufbewahren, ist folglich auch das Risiko eines Datenverlusts bei einem schwerwiegenden Ausfall geringer. Kurz gesagt: Wenn Ihnen Ihre Daten wichtig sind, sollten Sie mindestens zwei Backup-Kopien dieser Daten erstellen.

Hinweis: Mehr als zwei Kopien von Daten zu erstellen ist auch dann empfehlenswert, wenn die primären Daten und das Backup am selben physischen Standort aufbewahrt werden.

2. Speichern der Kopien auf zwei unterschiedlichen Medien

Oben wurde davon ausgegangen, dass die Geräte, auf denen Sie Ihre Datenkopien speichern, niemals aus denselben Gründen ausfallen. Diese Voraussetzung lässt sich naturgemäß nicht erfüllen, wenn Sie für Ihre primären Daten und das Backup denselben Speicherort wählen (so fallen statistisch gesehen Festplatten derselben RAID-Ebene nicht unabhängig voneinander aus). Zudem kommt es nach einem Ausfall einer Festplatte häufiger vor, dass kurz darauf eine weitere Festplatte desselben Speichersystems ausfällt.

Aus diesem Grund besagt die 3-2-1-Regel, dass Sie Kopien Ihrer Daten auf mindestens zwei unterschiedlichen Speichertypen aufbewahren sollten, beispielsweise auf einem internen Festplattenlaufwerk UND einem Wechseldatenträger (Bandlaufwerke, externe Festplatten, USB-Laufwerke, SD-Karten, CDs, DVDs oder sogar Disketten), oder alternativ auf zwei internen Festplattenlaufwerken an unterschiedlichen Speicherorten.

3. Aufbewahren einer Backup-Kopie an einem externen Speicherort

Von entscheidender Bedeutung ist es, die Kopien physisch voneinander getrennt aufzubewahren. Es ist nicht empfehlenswert, das externe Speichergerät in dem Raum aufzubewahren, in dem sich auch das Produktivspeichersystem befindet. Bei einem Brand (was hoffentlich niemals passieren wird!) wären alle Daten unwiederbringlich verloren.

Wenn Sie für ein KMU ohne Außen- oder Zweigstellen arbeiten, können Sie auch die Möglichkeit nutzen, Ihre Backups in der Cloud zu speichern. In Unternehmen aller Größen kommt außerdem nach wie vor die Sicherung auf Bändern zum Einsatz, die an einem externen Ort aufbewahrt werden.

Die 3-2-1-0-Regel der Datensicherung

Die 3-2-1-Regel ist sehr allgemein und kann auf alle Datentypen (sowohl Daten von Einzelpersonen als auch Daten von Unternehmen) sowie auf alle Umgebungen (physische und virtuelle Umgebungen) angewendet werden.

Bei der Sicherung von VMware vSphere- oder Microsoft Hyper-V-Umgebungen mit Veeam wird daraus die „3-2-1-0-Regel der Datensicherung“. Die Ziffer 0 steht dabei für „0 Fehler“ bei der automatischen Überprüfung aller Backups auf Wiederherstellbarkeit mit Veeam SureBackup.

Mit Veeam Backup & Replication™ können Sie alle Anforderungen der 3-2-1-Regel der Datensicherung zuverlässig erfüllen.

  • Mindestens drei Kopien von Daten:Durch die Konfiguration von Backup-Jobs können Sie für jede VM in Ihrer VMware vSphere- oder Microsoft Hyper-V-Umgebung mehrere Backups erstellen.
  • Speichern der Kopien auf zwei unterschiedlichen Medien:Veeam ist speicherunabhängig und unterstützt Bandlaufwerke, Festplatten, cloudbasierten Speicher und vieles mehr. Sie können Ihre Backups somit auf beliebigen Medien speichern.
  • Aufbewahren einer Backup-Kopie an einem externen Speicherort: Konfigurieren Sie Backup-Copy-Jobs, um Ihre Backups mit der integrierten WAN-Beschleunigung schneller an externe Speicherorte zu übertragen. Mit Veeam Cloud Connect können Sie außerdem Ihre Backups in eine Serviceprovider-Infrastruktur auslagern.

Befolgen Sie in Ihrer Umgebung die 3-2-1-Regel der Datensicherung? Sie können unten Kommentare eingeben oder mich über Google+ oder Spiceworks kontaktieren.

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