Vor kurzem haben wir für unsere Availability Suite das Update 2 veröffentlicht. Jetzt ist der ein oder andere verwirrt, wieso Update2? Gab doch kein Update 1. Es gab nur Patch 1. Ja das ist alles korrekt. Wir bei Veeam haben uns dazu entschlossen die Produktaktualisierungen nicht mehr Patch zu nennen sondern Update, da wir immer sehr viele neue Funktionen oder Detailverbesserungen in unseren Updates bringen. Daher fanden wir, dass es Zeit für eine neue Benennung war.

Mit Update 2 sind extrem wichtige Funktionen für uns reingekommen. Das sind neben Detailverbesserungen in vielen Bereichen die Unterstützung von vSphere 6.0 sowie das Zusammenspiel mit Veeam Endpoint Backup Free.

vSphere 6.0 Support

Schon während der Betaphase von VMware vSphere 6.0 wurde unseren Entwicklern klar, dass diesmal eine reine Anpassung an die neue Version von VMware für uns nicht ausreichend ist. Klar hätten wir am Tag der Veröffentlichung von vSphere 6.0 ein kleines Update bringen können und schwubs hätten wir auch gleich vSphere 6.0 am gleichen Tag supporten können. Dies wollten wir aber nicht sondern wenn dann gleich auch die coolen neuen Features unterstützen:

  • Support für VMware Virtual Volumes (VVols) und VMware Virtual SAN 2.0
  • Storage Policy-Based Management (SPBM) Richtlinien sichern und wiederherstellen
  • Sicherung und Replikation von Fault Tolerant (FT) VMs
  • vSphere 6.0 Tag Integration
  • Unterstützung von vCenter übergreifendem vMotion
  • Quick Migration zu VVols
  • Hot-Add Transportmodus von virtuellen SATA-Festplatten

Von diesen Funktionen möchte ich mir nun ein paar rauspicken um darauf näher einzugehen.

Eines der einfachen Features war der Support der VMware Virtual Volumes (VVols) und von VMware Virtual SAN 2.0. Das Backup dieser beiden neuen Storagearchitekturen wird durch die neue VDDK Bibliothek von VMware ermöglicht. Beide Architekturen unterstützen nur Hot-Add und NBD Modus. Hier möchte ich aber noch mal detaillierter auf das Thema VVols eingehen. Bei der VVols Architektur ist quasi jede virtuelle Festplatte eine eigene LUN auf dem Storagesystem. Diese VVols führen also dazu, dass wir virtuelle Maschinen nicht per Direct SAN sichern können. Dies ist zwar eine starke Vereinfachung der Funktionsweise, aber für diesen Blogpost sollte es reichen. Wenn ihr euch mit VVols tiefergehend beschäftigen wollt, so kann ich da einen Artikel von unseren Kollegen bei NetApp empfehlen.

datastore-de

Die Storage Policy-Based Management (SPBM) Richtlinien werden dazu verwendet anhand von Richtlinien automatisch Speicherplatz für die virtuellen Maschinen zuzuweisen. Hierbei sagt man z.B. in der Richtlinie dass der Speicherplatz z.B. Flash unterstützt sein muss.
Bei einem Restore müssen diese Richtlinien jedoch wieder zugewiesen werden. Unsere Entwickler haben deshalb auch die Zuordnung der Richtlinien mitgesichert, sodass die Richtlinien automatisch wieder zugewiesen werden können. Dies beschleunigt das Restore, da diese manuellen Eingriffe nicht mehr gemacht werden müssen.

Mit vSphere 6.0 hat VMware massiv an den Möglichkeiten der Fault Tolerant (FT) VMs gedreht. In vSphere 5.x konnte ich nur einen 1CPU VM erstellen und konnte keine Snapshots von den virtuellen Festplatten erzeugen. VMware hat diese Limits jetzt deutlich gelockert. Nun kann man eine 4 CPU VM erzeugen. Was dabei aber noch viel wichtiger ist, dass wir nun fürs Backup einen Snapshot via Backup API der VM auslösen können. Somit ist es jetzt auch erstmalig möglich eine FT VM als virtuelle Maschine zu sichern. Grade diese beiden Punkte werden dafür sorgen, dass es in Zukunft eine deutliche Steigerung der Implementierung der Fault Tolerant (FT) VMs geben wird. Bisher haben sich die meisten Kunden gegen diese Option entschieden, da der Einsatz von Fault Tolerance zu viele Kompromisse benötigte.

Integration Veeam Endpoint Backup Free

Besondern schön finde ich es, dass wir im Update 2 auch eine Brücke zu unserem neusten Mitglied unserer Backupprodukte „Veeam Endpojnt Backup Free“ geschlagen wurde. Veeam Endpoint Backup Free ist ein kostenloses Produkt, was es uns ermöglicht erstmals auch PCs/Notebooks aber auch mal einen Server zu sichern und viel wichtiger auch wiederherzustellen.

Wenn Veeam Endpoint Backup Free konfiguriert wird ein Veeam Backup and Replication Repository zu verwenden, so gibt es einige zusätzliche Funktionen:

  • Zentrale Überwachung: Eine Basisüberwachung sowie Verwaltung für alle eingehenden Endpoint Backups inklusive einer eMail Benachrichtigung.
  • Auslagern von Endpoint Backups: Die Endpoint-Backups können ebenfalls mittels Backup Copy Job oder Backup to Tape Job ausgelagert werden. Hierbei kann das Backup entweder auf Band, Festplatte oder bei einem Veeam Cloud Connect Partner ausgelagert werden.
  • Backupverschlüsselung: Ich kann auch optional das Backup des Endpoints verschlüsselt auf dem Backup Repository ablegen. Hierbei werden die Verschlüsselungsmethoden verwendet, wie man sie auch von Veeam Backup and Replication kennt. Dies beinhaltet auch die Passwortwiederherstellung mittels Enterprise Manager.
  • Wiederherstellen von Anwendungsobjekten: Unsere Veeam Backup Explorers für Microsoft Active Directory, Exchange, SharePoint und SQL Server können auch aus den Endpoint Backups heraus verwendet werden, sodass wir z.B. auch für einen physikalischen Exchange Server ein einzelnes Objekt aus der Datenbank wiederherstellen.
  • Festplatten exportieren: In der Veeam Backup und Replication Konsole kann man das Backup eines physikalischen Systems auch als VMDK/VHD/VHDX wiederherstellen. Wir machen hier aber kein P2V (physikalische zu virtuelle Maschine konvertieren) sondern stellen nur das Festplattenbackup wieder her. Die dadurch entstehende virtuelle Festplatte ist per se nicht bootfähig, weil wir keinerlei Anpassung an dem Betriebssystem durchführen.

Ich hoffe ich konnte einen kleinen Einblick in die neuen Funktionen im Update 2 geben. Eine komplette Liste der neuen Funktionen und vor allem Detailverbesserungen findet ihr in unserem Knowledge Base Artikel.

 

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Marco Horstmann
Author: Marco Horstmann

Publizieren: Juli 15, 2015