Die neue Veeam® Availability Suite™ v9 bietet eine Vielzahl von Erweiterungen und neuen Features – die wichtigsten Neuerungen sind allerdings sicher die Verbesserungen rund um den Primär- und Backup-Speicher.

 

In unserer Liste der unterstützten Storage-Arrays für die Integration von Storage Snapshots haben wir bereits eine Erweiterung angekündigt (EMC VNX/VNXe). Das sind jedoch längst nicht alle Neuerungen rund um den Storage – im Gegenteil, davon wird es viele geben, und einige davon möchte ich Ihnen in diesem Posting vorstellen.

 

Das erste neue Feature dieser Ankündigung ist etwas, worauf ich persönlich schon lange gewartet habe. Ich hatte damit gerechnet, dass es zusammen mit unserem ersten NFS-Client in v8 verfügbar sein würde (als Teil unserer NetApp-Integration). Lange Zeit durften sich NFS-Anwender in der virtualisierten Welt ein bisschen wie Bürger zweiter Klasse gefühlt haben, und der fehlende direkte Zugang zu NFS-Speicher im VDDK zum Lesen von Daten während des Backup-Betriebs bot sicherlich Anlass dazu, Anwender von Blockspeicher mit einem gewissen Neid zu beobachten. Und die NFS-spezifischen Probleme von VMware-Backups in den letzten Jahren machten die Sache leider nicht besser. Jetzt in v9 wird endlich etwas Ähnliches wie der Direct SAN-Modus auch für NFS verfügbar sein. Wir intern nennen dieses Feature Direct NFS. Damit läuft unser neuer und verbesserter NFS-Client auf jedem beliebigen neuen Veeam-Proxy, so dass ein direkter Zugriff auf jeden NFS-Share erfolgen kann, der für VMware vSphere verfügbar ist. Dabei werden sowohl das herkömmliche NFS v3 als auch das neue, in vSphere 6 verfügbare NFS 4.1 unterstützt. Mit vollständiger Transparenz bezüglich der einzelnen Dateien, die vom NFS Share bereitgestellt werden, können NFS-Anwender VMs direkt aus dem NAS-Array sichern und replizieren, ohne die Hypervisor-Ebene verlassen zu müssen. Ergebnis sind schnellere Backups und eine noch geringere Last auf den Produktiv-Workloads.

 

directNFS

 

Unser nächstes Feature wurde speziell für NetApp entwickelt. Als wir v8 um die Unterstützung von NetApp Storage Arrays erweiterten, war ein Feature bei unseren Kunden besonders beliebt: die Möglichkeit, NetApp Snapshots zu orchestrieren und SnapMirror- und SnapVault-Kopien direkt über die Veeam-Oberfläche mit unseren bestehenden Zeitplanungsfunktionalitäten zu erstellen. Ordnungsgemäße Backups mit Daten, die außerhalb der NetApp-Infrastruktur für optimale Verfügbarkeit gespeichert werden, waren allerdings nur mit dem Primär-Array als Quelle möglich. In v9 werden mehr Features für unsere NetApp-Integration mit Backup aus SnapMirror und SnapVault verfügbar sein. Durch optimale Nutzung dieser beiden einzigartigen Features werden die Anwender in der Lage sein, speicherbasierte Snapshots bei minimaler Beeinträchtigung (und auf Wunsch auch mit Anwendungskonsistenz) auszuführen, diese Wiederherstellungspunkte auf einem sekundären NetApp-Array entweder mit SnapMirror oder SnapVault zu replizieren und dann die eigentlichen Backups ihrer VMs in einem isolierten Backup-Speicher aus diesen Sekundärstandorten heraus zu erstellen. Der Backup-Betrieb und der Primärspeicher sind vollständig voneinander getrennt, so dass maximale Performance sichergestellt ist. Die gesamte I/O-Performance wird vom Sekundär-Array genutzt, so dass dieser besser ausgenutzt wird und nicht nur als passives Speicherziel für Kopien dient.

 

backup-from-snap

 

Und da wir gerade über Storage Snapshots sprechen: Das letzte Feature ermöglicht dafür eine noch optimalere Nutzung. Bisher waren Backups aus Storage Snapshots und Veeam Explorer™ für Storage Snapshots in der Lage, Snapshots auf Speicherebene für Backups und Wiederherstellungen zu nutzen. Dies sind jedoch nicht die einzigen Job-Typen, die Veeam unterstützt. Denken Sie beispielsweise an unsere Virtual Labs, in denen heute ausschließlich VMs aus Backup-Dateien ausgeführt werden können. Virtual Labs sind in den meisten denkbaren Szenarien unabdingbar, deren Performance hängt jedoch vom On-Demand Sandbox™-Szenario ab. Dafür werden wir in v9 die On-Demand Sandbox für Storage Snapshots einführen. Durch bestehende Storage Snapshots der unterstützen Arrays (HP, NetApp und EMC, die in VMware vSphere ausgeführt werden) können mit nur wenigen Klicks vollständig isolierte Kopien Ihrer Produktivumgebung bei voller Performance erstellt und für die schnelle und einfache Durchführung von Tests und die Fehlerhebung genutzt werden. Für diese Technologie gibt es eine Menge denkbare Szenarien. Hier nur ein Beispiel: Was, wenn eine neue Umgebung mit mehreren VMs zu erstellen ist, die dann dank schneller Storage Snapshots in nur wenigen Minuten mehrmals geklont werden kann, um verschiedene Testumgebungen mit voller I/O-Performance für Ihre Entwickler bereitzustellen? Und stellen Sie sich vor, all das könnte direkt aus dem Storage-Array heraus erfolgen, ohne dass zuerst ein Backup erstellt werden muss. Ich bin sicher, bei Ihnen gibt es noch viele weitere denkbare Szenarien, bei denen Sie von diesem neuen Feature profitieren können.

 

Das wär's für heute mit meinen Ankündigungen zum Thema Speicher. Aber wenn Sie glauben, mit diesem Posting und dem vorherigen zu EMC-Speicher-Arrays haben wir bereits alle Speichererweiterungen abgedeckt, möchte ich Ihnen versichern, dass noch viel mehr auf Sie wartet – ich hoffe, Sie nehmen es mir nicht übel, dass ich es heute bei dieser kleinen Andeutung belassen muss.

 

Aber ich denke, für heute ist genug gesagt zum Thema Speicher, meinen Sie nicht auch?

 

Über diesen Link können Sie weitere Informationen zu den spannenden neuen Features abrufen: Schnelle Backups ohne große Beeinträchtigungen für EMC, HP und NetApp

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Luca Dell'Oca
Author: Luca Dell'Oca

Publizieren: Juli 1, 2015